Ansaugen

Luftdruck

Das einfachste Beispiel für Druck ist der Luftdruck. Er entsteht durch das Gewicht der Luftschichten der Atmosphäre, die durch die Erdbeschleunigung auf die Erdoberfläche gedrückt werden.

Darstellung des Luftdrucks

Der Luftdruck ist abhängig von Höhe und Wetterlage. Auf Meereshöhe (0 m ü. NN) beträgt er im Normzustand:

Ansaugen durch Unterdruck

Beim Ansaugen aus einem offenen Gewässer wird der Umgebungsluftdruck genutzt. Wird in einem abgedichteten Gefäß — zum Beispiel einem Saugschlauch — ein Vakuum erzeugt, drückt der Umgebungsluftdruck das Wasser von außen in das Gefäß hinein.

Darstellung der Wassersäule

Wie hoch das Wasser dabei steigen kann, hängt von Luftdruck, Wasserdichte und Erdbeschleunigung ab.

Theoretische Ansaughöhe

Bei Normalbedingungen ergibt sich eine theoretisch maximal mögliche Ansaughöhe von 10,33 m:

Darstellung der Ansaughöhe

Dieser Wert ist jedoch rein theoretisch — in der Praxis wird er nie erreicht.

Einflussfaktoren

Verschiedene Faktoren reduzieren die tatsächlich erreichbare Ansaughöhe:

Darstellung der Verluste beim Ansaugen

Praktische Ansaughöhe

Es gibt keinen allgemeingültigen Fixwert für die praktisch erreichbare Ansaughöhe. Sie liegt je nach Situation zwischen 0 und ca. 7,8 m und ist für jeden Aufbau individuell zu bewerten. Der Saughöhenrechner kann dabei helfen, die maximal mögliche Ansaughöhe abzuschätzen.

Bei auftretender Kavitation ist entsprechend zu reagieren — dazu mehr im Abschnitt Kavitation.

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